Bibelstudium: Der Gott der Wissenschaft!

Viele Menschen verbinden die wissenschaftliche Forschung mit der Lehre der Evolution. Aus diesem Grunde meinen sie, daß die Wissenschaft unbiblisch oder sogar böse sei. Aber ist dies wirklich der Fall?

Die Evolutionisten wollen uns glauben machen, daß die Evolutionstheorie in der Tat wissenschaftlich fundiert ist. Sie möchten, daß wir glauben, Evolutionismus sei unvermeidbar, sobald man die objektive Wissenschaft hinzuzieht. Aber in Wahrheit ist dies nicht der Fall, wie wir noch sehen werden. Der Glaube an die Evolution ist in gewisser Hinsicht genauso religiös wie der Glaube an Christus.

Laßt uns zunächst 1. MOSE 1:28 anschauen. Wir wollen uns dabei vor allem auf die Worte konzentrieren, wo Gott dem Menschen gebietet, sich die Erde untertan zu machen und über alle irdischen Lebewesen zu herrschen. Was bedeutet der Ausdruck "untertan machen"? Sich etwas "untertan zu machen" bedeutet, etwas zu einem bestimmten Zweck unter Kontrolle zu bringen. Welche Beispiele gibt es für dieses "Untertanmachen" der Erde durch den Menschen? Um Derartiges bewerkstelligen zu können, mußte der Mensch etwas über die erschaffenen Dinge erfahren. Indem er ihren Aufbau verstand, lernte er, wie sie funktionieren, um dadurch wiederum zu entscheiden, welchen Nutzen man aus ihnen ziehen könne. Das ist nichts anderes als eine Definition von Wissenschaft.

MATTHÄUS 28:19-20 wird der Große Auftrag Christi an Seine Kirche genannt. Ist es angemessen, 1. MOSE 1:28 als den Forschungsauftrag Gottes an die Menschheit zu bezeichnen?

Gott hatte einen Plan für Seine Schöpfung. Welches Wissen würde notwendig sein, um einen Vogel zu konstruieren - einen Fisch - einen Stern? Jeder Entwurf erfordert Kenntnisse über Maße, Gewichte sowie über chemische und mechanische Abläufe. Gott mußte über all dies Wissen verfügen und, um schöpferisch tätig zu sein, auch Gebrauch davon machen. Schau dir HIOB 38:4-6 an. Hier spricht Gott über das Maß, das Er für die Erde festgesetzt hat. Welche Art von Wissen würde Gott hierfür benötigt haben? (Kleiner Tip: z.B. Geologie - dir fällt sicher noch mehr ein.) Natürlich hat Gott diese Wissenschaften niemals benannt. Doch wenn wir die Erde und das, was Gott tatsächlich entworfen und erschaffen hat, studieren, so bezeichnen wir solches mit Wissenschaftszweigen wie Geologie, Mathematik, Geographie, Chemie, Mineralogie und vielen anderen Disziplinen, je nachdem, was wir gerade untersuchen.

Lies HIOB 38:16-18. Hier beleuchtet Gott Hiobs Kenntnis bzw. Unkenntnis über Seinen Plan zur Erschaffung der Meere. Wenn du so etwas schaffen solltest, was müßtest du wissen? Versetz dich mal für einen Moment in diese Lage. Gott stellt Hiob eben genau diese Frage: "Wenn du so klug bist, warum konntest du nicht all das entwerfen und erschaffen, was Ich gemacht habe? Wenn du so klug bist, wo warst du, als Ich dies alles tat?" Fallen dir neben der Meereskunde noch weitere Disziplinen ein, die in dieser Bibelstelle anklingen?

Lies HIOB 38:31-33. Welche Wissensgebiete liegen hier verborgen? Beachte, daß Gott nicht nur von Seinem Planen und Schaffen der Himmelskörper spricht, sondern auch von der erforderlichen Kraft, um diese gewaltigen Energiequellen überhaupt hervorzubringen.

Wir wollen aber auch die zahlreichen Biowissenschaften nicht vergessen. Lies HIOB 39:19-30. Hier führt Gott einige der wirklich verblüffenden Schöpfungsmerkmale Seiner Kreaturen auf. Die Stärke des Pferdes und seine Tapferkeit im Dienste des Menschen finden wir erwähnt. Gott spricht vom Wunder des Fliegens, womit Er viele Seiner Geschöpfe gesegnet hat, sowie von der erstaunlichen Sehkraft der Raubvögel. Selbst mit all unsrem heutigen Wissen könnten wir keine Kreatur oder Maschine entwickeln, die solche vielseitigen Fähigkeiten besäße. Wir beziehen uns hierbei nicht nur auf die vollendete Kenntnis Gottes dessen, was wir Biologie nennen, sondern auch auf die Optik, den Bauplan sowie die komplizierte Chemie des Geruchsapparats. Nebenbei bemerkt: wir wissen immer noch nicht genau, wie die Nase Gerüche wahrnimmt. Gott wußte dies jedoch und entwarf hierfür ein System.

Als weitere Studie kannst du die gesamte Rede Gottes an HIOB von Kapitel 38 bis zum Ende von Kapitel 39 durchlesen und die hierin enthaltenen Disziplinen herausarbeiten.

Können wir demnach sagen, daß Gott selbst ein Wissenschaftler ist? Der größte Wissenschaftler aller Zeiten? JOHANNES Kapitel 1 sagt uns, daß alle Dinge durch Jesus Christus gemacht sind. Die Tatsache, daß unser Erlöser alle Dinge weiß, erscheint uns plötzlich in einem neuen Licht. Wirf einen Blick auf MATTHÄUS 9:5. Wie wendet Jesus Sein Wissen, Seine Vollmacht und Seine Gnade an, um jenes Problem zu lösen? Wenn wir Ihm als unsrem Herrn nachfolgen und durch Seine Gnade Brüder und Schwestern sind, bedeutet dies, daß wir das Wissen über Gottes Plan und Schöpfung ignorieren können? In welcher Beziehung steht dies mit 1. MOSE 1:28?

Ist nun angesichts dessen, was wir in dieser Studie gelernt haben, Wissenschaft unweigerlich gegen Gott gerichtet? Die Evolutionstheorie ist lediglich der heidnische Versuch, die wunderbare Schöpfung Gottes zu erklären. Wir, die wir jedoch die Schrift kennen, sollten nicht heidnische Auslegungen darüber entscheiden lassen, was Wissenschaft ist und was nicht. Schließlich war es Gott - der allergrößte Wissenschaftler! -, der uns als erstes in 1. MOSE 1:28 unseren Forschungsauftrag gab.

Gott ist der vollkommenste aller Wissenschaftler. Er kann alles, was Er will, konstruieren und kreieren. Was immer Er schafft, wird nicht einfach nur funktionieren, sondern absolut vollendet sein. Für wie fortschrittlich wir unsere Wissenschaft auch halten mögen - wir wissen immer nur noch ein Bruchteil dessen, was Er wußte, um die einfachsten Glieder der Schöpfung zu formen. Weil Gott ein Wissenschaftler ist (und viel mehr als nur das) und Er darüberhinaus den Schöpfungsbericht der Genesis inspirierte, haben wir hier in der Tat einen Augenzeugenbericht von den Schöpfungsgeschehnissen vorliegen, verfaßt von einem Wissenschaftler! Denk mal darüber nach. Ist dies nicht, wenn auch vereinfacht dargestellt, grundsätzlich richtig und im Einklang mit der Schrift?

Beende die Bibelstudie mit dem andächtigen Lesen von PSALM 19.

Paul A. Bartz

Quelle: 'Bible-Science Newsletter', Januar 1989