Bibelstudie: Der Sozialismus und die Bibel

Viele Leute sagen, daß die Bibel keine Richtlinien für ein spezifisches wirtschaftliches System aufzeigt, nach dem sich die Gesellschaft richten sollte. Viele Kirchenapparate fördern Kommunismus oder verschiedene Formen von Sozialismus sogar soweit, daß sie Revolutionären, die versuchen, den Kommunismus in ihre Länder zu bringen, materielle Hilfe leisten. Es sollte einen nicht wundern, daß die Kirchenapparate, die in diese Aktivitäten verwickelt sind, schon lange die biblischen Lehren über die Schöpfung aufgegeben und die Evolutionslehre übernommen haben. Wie „World View“ von diesem Monat so klar macht: Unsere Ansichten über die Schöpfung und damit die Natur des Menschen, Arbeit und Reichtum bestimmen, wie wir über den Wert und die Ausübung unserer Arbeit im Vergleich zu anderen denken. Die feindliche Sichtweise, die der Evolution entspringt, findet man natürlicherweise im Sozialismus, aufgrund der materialistischen Sichtweise der Welt im Sozialismus. Die Arbeit (was den Menschen betrifft) und die dankgebende Arbeitshaltung (gegenüber Gott) ist selbstverständlich eine Folge der biblischen Sicht von Schöpfung und Mensch.

Es ist ebenfalls wahr, wie einige sagen, daß bestimmte Bibeltextstellen, die sich auf das Kaufen und Verkaufen beziehen, die täglichen sozialen und wirtschaftlichen Praktiken widerspiegeln, ohne damit sagen zu wollen, daß diese einzelnen Praktiken universell sind. Doch wenn in der biblischen Kultur Unmoral ausgeübt wird, wird sie immer von der Schrift verurteilt. Wenn Privatbesitz und Reichtum Sünde und in sich selbst eine Unterdrückung der Armen wären, würde sie die Schrift verdammen. Die Schrift jedoch verurteilt niemals Reichtum - sie spricht von Reichtum als einer Segnung und schützt sogar das Konzept des Privatbesitzes. Wir sollten uns einige biblische Beispiele anschauen, die zeigen, daß heute viele, die den Sozialismus bevorzugen, in der Tat die Bibel benutzen, um ihre eigenen politischen Ansichten zu unterstützen!

Lies 2. MOSE 20:15. Wie nennen wir diesen Abschnitt der Schrift aus 2. MOSE 20:2-17? Was wird hier verboten? Welche Situation wird hier in diesem Gebot vorausgesetzt? Wenn Gott keinen Privatbesitz erlaubt hätte, würde dieses Gebot dann irgendeinen Sinn machen? Lies 5. MOSE 22:1. Was wird auch hier wieder vorausgesetzt? In welchem Bezug steht dies zu 2. MOSE 20:15? Wie würde man es nennen, wenn du zulassen würdest, daß der Ochse oder das Schaf deines Nächsten verlorenginge? Wofür würde Gott dich verantwortlich machen, wenn du dies geschehen ließest? Lies 3. MOSE 19:35-36. Was wird hier verboten? Setzt dieses spezifische Gebot Gottes nicht privaten Besitz voraus? Was würdest du tun, wenn jemand falsche Gewichte oder eine falsche Waage beim Verkaufen von Gütern benutzen würde?

5. MOSE 15:1-11 fügt der wirtschaftlichen Ordnung auch Barmherzigkeit hinzu. Aber welche Art der wirtschaftlichen Ordnung wird hier vorausgesetzt? Wenn diese wirtschaftliche Ordnung von Grund auf falsch wäre, würde Gott dann solche Gebote geben? Das Geheimnis von Israels Reichtum finden wir in den Versen 4 und 5. Was ist es? Was können wir von diesen Versen über unser wirtschaftliches Leben heutzutage lernen? Könnte ein soziales System, das Gottes Wort verbietet, Seine Segnung erwarten?

Das Alte wie auch das Neue Testament zeigen Sinn und Zweck von Besitztümern auf. Lies SPRÜCHE 3:9. Welche Bedeutung wird materiellem Besitz hier zugeschrieben? Schlage 1. KORINTHER 16:2 auf und vergleiche diese Stelle mit 5. MOSE 16:2. Welche Einstellung gegenüber der Arbeit des Herrn wird uns hier anempfohlen? Werden in dieser Passage spezielle Instruktionen darüber gegeben, wie wir eine solche Einstellung am besten praktizieren und fördern können? Wenn dies heute wirklich von allen Christen ausgeübt würde, wäre unser Zeugnis für den Herrn dann kräftiger? Wie?

In MATTHÄUS 19:23 sehen wir, wie Jesus vor der Gefahr des Reichtums warnt, doch schon am Anfang von MATTHÄUS 20:1 vergleicht Jesus Gott mit einem reichen Landbesitzer. Ist Reichtum selbst das eigentliche Problem, oder ist es etwas anderes? Was? In LUKAS 12:16-21 haben wir das Gleichnis des reichen Narren. Lies dieses Gleichnis. War es die Sünde des Mannes, Reichtum zu haben? Was war seine Sünde? Wo begann diese Sünde? Kann die gleiche Sünde von Menschen mit lediglich bescheidenem Wohlstand begangen werden? Was ist mit denen, die nur wenige oder überhaupt keine Reichtümer haben?

Viele außerordentlich reiche Männer werden in der Bibel als Glaubenshelden dargestellt. Kannst du zwei nennen? Sind materielle Güter Sünde oder Segnung? Denke an Hiob. Lies HIOB 1:1-3. War Hiob reich? Aber dann, als er geprüft wurde, verlor er alles. Doch nach dieser Prüfung tat Gott etwas. Lies HIOB 42:12-17, um herauszufinden, was Gott tat. War es für Hiob Sünde, diesen Reichtum zu besitzen? War der mittlere Osten zu dieser Zeit von Wohlstand oder von Armut erfüllt? Wurde Hiob wegen seines Reichtums von Gott beschuldigt? Nimm Abraham als weiteres Beispiel. Beschreibt die Schrift Abraham als einen großzügigen Mann? Nenne zwei Bespiele seiner Großzügigkeit. Aber hatte Abraham das Gefühl, daß er seinen Reichtum unter den bedürftigen Leuten gleichmäßig aufteilen sollte? Wenn er dies getan hätte, was wäre dann aus all denen geworden, die für ihn arbeiteten?

Die Probleme mit dem Kommunismus und dem Sozialismus beginnen mit ihrer Ablehnung der Schöpfung im 1. Buch MOSE. Ausgehend von einer völlig materialistischen Einschätzung des Menschen und des Lebens ignorieren diese Systeme im weiteren auch den Rest der von Gott gegebenen Weltordnung. Solange der Kommunismus ein Interesse daran hat, den Christen die religiöse Freiheit zu verwehren, ist dies nur ein Nebenprodukt ihres falschen Weltbildes.

Letztendlich ist unser Ziel als Christen auf dieser Erde, die Verbreitung des Evangeliums an alle Menschen zu unterstützen und daran teilzunehmen. An erster Stelle müssen wir das unschuldige Leiden Christi und Seinen Tod am Kreuz für die Erlösung der durch die Sünde versklavten Menschheit bezeugen. Gott hat versprochen, uns mit allem, was wir benötigen, zu versorgen, wenn wir dies tun!

Beende dieses Bibelstudium mit einem gebetsreichen Lesen des 23. PSALM.

von P.A.B.

Quelle: Bible Science Newsletter