1967 – Die letzte Jahreszahl in der Bibel!

Es gibt nur eine Stadt, die von Gott als „heilig“ bezeichnet wurde – Jerusalem (JESAJA 52:1; JESAJA 66:20). Keine andere Stadt wurde die „Stadt unseres Gottes” (PSALM 48:2), und keine andere wurde vom Herrn erwählt: „Aber Jerusalem habe ich erwählt, daß mein Name daselbst sei“ (2. CHRONIK 6:6). Der Herr spricht: „Ich eifere um Jerusalem mit großem Eifer“ (SACHARJA 1:14). Jesus weinte sogar über Jerusalem, als Er dessen Zerstörung voraussah (LUKAS 19:41).

In Jerusalem empfingen die Jünger am Pfingsttag den Heiligen Geist und fingen von hier aus an, das Evangelium zu verbreiten. Jesus fuhr von Jerusalem zum Himmel auf und wird dorthin wieder zurückkehren (SACHARJA 14:4).

Jerusalem, die „Stadt des Friedens“, wurde bereits etliche Male erobert und zurückgewonnen, doch Gottes Wort sagt uns, daß der Herr Jerusalem am Ende verteidigen wird: „Und das wird die Plage sein, womit der HERR plagen wird alle Völker, so wider Jerusalem gestritten haben: ihr Fleisch wird verwesen, dieweil sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in den Löchern verwesen und ihre Zunge im Mund verwesen“ (SACHARJA 14:12). Dieser Vers nimmt Bezug auf den unvermeidbaren Atomkrieg am Ende unseres Zeitalters.

Die Zeit der Heiden 

Zahlreiche Prophezeiungen konzentrieren sich auf Jerusalem. Es war vorausgesagt worden, daß Jerusalem von den Heiden erobert werden würde: „Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind“ (LUKAS 21:24). Diese von Jesus gegebene Prophezeiung begann sich im Jahre 70 n. Chr. zu erfüllen, als die Römer Jerusalem einnahmen und alle Juden entweder getötet wurden, an Hunger starben oder in die Sklaverei gingen. Im Jahre 638 n. Chr. eroberten die Moslems Jerusalem und hielten es (abgesehen von einer kurzen Unterbrechung durch die Kreuzritter) bis zum Jahre 1917, als allierte Truppen unter General Allenby die Stadt befreiten. 

Die Prophezeiung über die Befreiung Jerusalems im Jahre 1917 

Der Prophet Daniel gab folgende bemerkenswerte Prophezeiung, als er über die Zukunft seiner Heimatstadt Jerusalem sprach: „Wohl dem, der da wartet und erreicht tausenddreihundertund-fünfunddreißig Tage!“ (DANIEL 12:4-12). Das Jahr 1335 des moslemischen Kalenders entspricht dem Jahr 1917, dem Jahr also, in dem die Türken Jerusalem den Briten übergaben. Der Prophet Haggai prophezeite sogar den genauen Tag der Befreiung, nämlich den 9. Dezember (HAGGAI 2:15-18), und Jesaja sagte die Art und Weise voraus, auf welche Jerusalem befreit werden würde – mit Hilfe von Flugzeugen (JESAJA 31:5). Weitere Informationen hierzu liefert der Artikel „Wie fliegende Vögel“. 

Die Prophezeiung über die Befreiung Jerusalems im Jahre 1967 

Seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 hat sich die arabische Welt geweigert, Israels Unabhängigkeit anzuerkennen, und wartet auf eine Gelegenheit, es zu annektieren. Obwohl sie die Israelis überraschten, als sie an einem Sabbat im Juni 1967 angriffen, und obwohl sie ihnen zahlenmäßig mindestens 50:1 überlegen waren, erlitten die Araber innerhalb von nur sechs Tagen eine fatale Niederlage. In weniger als drei Stunden zerstörte die israelische Luftwaffe 300 noch am Boden befindliche Flugzeuge des Gegners. Aber die bedeutsamste Tatsache dieses Krieges war, daß die Altstadt Jerusalems, die sich bis dahin in den Händen Jordaniens befand, wieder in jüdischen Besitz gelangte. Somit hatte sich erneut eine erstaunliche Bibelprophezeiung erfüllt.

So außergewöhnlich dieses Ereignis auch gewesen sein mag, – viele Christen waren von dem Ergebnis des Sechs-Tage-Krieges nicht überrascht. Zwei unterschiedliche Prophezeiungen deuten auf das Jahr 1967 als Jerusalems Befreiungsjahr hin. 

1) Daniels Prophezeiung der 2.300 Jahre 

„Wie lange soll doch währen solch Gesicht vom täglichen Opfer und von der Sünde, um welcher Willen diese Verwüstung geschieht, daß beide, das Heiligtum und das Heer, zertreten werden? Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden“ (DANIEL 8:13-14).

Im Zusammenhang mit dieser Prophezeiung steht ein Widder mit zwei Hörnern (Medien und Persien – siehe DANIEL 8:20), sowie ein Ziegenbock (Griechenland – siehe DANIEL 8:21). „Und ich sah ihm zu, daß er (der Ziegenbock) hart an den Widder kam, und er ergrimmte über ihn und stieß den Widder und zerbrach ihm seine zwei Hörner. Und der Widder hatte keine Kraft, daß er vor ihm hätte können bestehen; sondern er warf ihn zu Boden und zertrat ihn, und niemand konnte den Widder von seiner Hand erretten“ (DANIEL 8:7).

Dieser Teil der Prophezeiung wurde erfüllt, als Alexander der Große 334 v. Chr. mit einem Heer von 35.000 Griechen und Mazedoniern über die Dardanellen nach Kleinasien einmarschierte und das riesige persische Reich besiegte. Von dieser Zeit an sollte Palästina/Israel fortwährend „von den Heiden zertreten“ werden oder unter der Kontrolle fremder Nationen stehen, seien es Griechen, Römer, Sarazenen oder Türken.

Daniel prophezeite jedoch, daß das Heiligtum (Jerusalem) nur 2.300 Tage zertreten sein wird. Nach biblischer Zeitrechnung (ein Tag für ein Jahr – siehe HESEKIEL 4:6) und unter Berücksichtigung der Tatsache, daß das Jahr 0 n. Chr. nicht exisitiert, kommen wir genau auf 1967! 

2) Das Erlaßjahr 

„Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Erlaßjahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen“ (3. MOSE 25:10).

Das Erlaßjahr war dadurch gekennzeichnet, daß alles Eigentum seinen ursprünglichen Besitzern zurückgegeben wurde, sollten sie es in der Zwischenzeit verloren haben. Sklaven wurden freigelassen – kurz gesagt: es war eine Zeit, um „Freiheit zu verkünden“.

Ausgehend vom Jahr 1917 fällt das nächste Erlaßjahr auf 1967. Ist es bloßer Zufall, daß Jerusalem in eben jenem Jahr erneut befreit wurde? 

Die Prophezeiung über den Feigenbaum 

„An dem Feigenbaum lernet das Gleichnis: wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter treiben, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. So auch ihr, wenn ihr das alles seht, so wisset, daß er nahe vor der Tür ist. Wahrlich ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist” (MATTHÄUS 24:32-34).

Als Jesus über die Ereignisse sprach, die vor Seiner Rückkehr geschehen würden, benutzte Er das Gleichnis des blättertreibenden Feigenbaums. In der Bibel wird Juda oft mit einem Feigenbaum verglichen. JEREMIA 24 spricht z.B. über gute und schlechte Feigen. Die guten Feigen sind die aus der babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem zurückgekehrten Juden. Die schlechten Feigen sind jene Juden, die „in keinem Königreich auf Erden bleiben [dürfen], daß sie sollen zu Schanden werden, zum Sprichwort ...“ Jesus verfluchte den Feigenbaum, der keine Frucht trug (MATTHÄUS 21:19), womit Er andeutete, daß auch die Juden keine Frucht trugen. „Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt“ (MATTHÄUS 21:43).

Dennoch wies Jesus darauf hin, daß der Feigenbaum (Juda) zu einer bestimmten Zeit wieder Blätter treiben und jene Generation die Wiederkunft Christi erleben würde. Wir leben heute in dieser Zeit! Die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 sowie die Befreiung Jerusalems in den Jahren 1917 und 1967 sind alles Anzeichen dafür, daß der Feigenbaum Blätter bekommt. Jesus wird in der Tat bald zurückkehren, in den unvermeidbaren Atomkrieg eingreifen und Sein Tausendjähriges Reich auf Erden errichten. Die Zeichen sind bereits da. Bist du bereit?

„Darum seid auch ihr bereit; denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint ... Aber wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Sohnes des Menschen. Denn so wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging; und sie erkannten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin – so wird auch sein das Kommen des Sohnes des Menschen (MATTHÄUS 24:44, MATTHÄUS 24:37-39).

Lehrgruppe (Juni 2005)